Voraussetzungen: Reservist werden
Welche Anforderungen du erfüllen musst, um Reservist der Bundeswehr zu werden – klar und ohne Behördendeutsch.
Grundvoraussetzungen
Um Reservist der Bundeswehr zu werden, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Deutsche Staatsangehörigkeit
Voraussetzung für den Dienst in der Bundeswehr gemäß Grundgesetz.
Mindestalter 18 Jahre
Ab 17 Jahren mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten möglich.
Gesundheitliche Eignung
Wird durch eine truppenärztliche Untersuchung festgestellt.
Keine sicherheitsrelevanten Vorstrafen
Eine Sicherheitsüberprüfung ist Bestandteil des Aufnahmeverfahrens.
Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung
Bereitschaft zu regelmäßigen Dienstleistungen
Wege in die Reserve
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Reservist zu werden – je nachdem, ob du bereits gedient hast oder nicht:
Ehemalige Soldatinnen und Soldaten
Zeit- und Berufssoldaten sowie Freiwillig Wehrdienst Leistende gehen nach ihrem Dienst automatisch in die Reserve über. Auch ehemalige Grundwehrdienstleistende gehören bereits zur Reserve. Um wieder aktiv zu werden, kannst du dich beim Karrierecenter der Bundeswehr melden oder dich direkt an den gewünschten Truppenteil wenden (Ansprechpartner: S1 ResAngel).
Ungediente / Seiteneinsteiger
Wer noch nie bei der Bundeswehr war, kann über den Heimatschutz einsteigen. Dort absolviert man die Ausbildung Ungedienter – eine modulare, blockweise Ausbildung (ca. 20 Tage) neben dem Zivilberuf, die mit der Qualifikation als Wach- und Sicherungssoldat abschließt. Den genauen Ablauf Schritt für Schritt findest du hier.
Fachliche Expertise
IT-Spezialisten, Ärzte, Apotheker und andere Fachkräfte können über die Fachreserve einsteigen. Der Einsatz erfolgt auf Grundlage zivilberuflicher Qualifikation, ggf. mit höherem Dienstgrad.
Neuer Wehrdienst
Nach dem Wehrdienst (mindestens 6 Monate als FWDL oder länger als Soldat auf Zeit) geht man in die Reserve über. Grundlage ist das Wehrdienstmodernisierungsgesetz (WDModG).